Auf eine Versöhnungstour mit Sturm ging Thomas Einwaller bei seinem Abschied aus Graz nicht. Der ehemalige FIFA-Referee sorgte in einem seiner letzten Spiele vor dem verdienten Schiedsrichter-Ruhestand für erhitzte Gemüter. Satte vier Fehlentscheidungen pfiff er beim 0:0 zwischen dem SK Sturm Graz und der SV Ried. Den ersten Fauxpas leistete er sich beim nicht gegebenen Treffer von
Emanuel Schreiner. Nach angeblichem Foul von
Daniel Beichler netzte der Rieder ein – zugegebenermaßen aber schon ca zwei bis drei Sekunden nach dem Pfiff. Die Wahretabelle-Community empfand auch den Gelb-Rot-Ausschluss von
Matthias Koch als zu hart.
Ebenso als Fehler erwies sich Einwallers Urteil beim Abseitstreffer von
Rubin Okotie und dem elfmeterwürdigen Tackling von
Thomas Reifeltshammer an
Imre Szabics in Minute 88. Das Publikum war erbost, der Tiroler musste mit Regenschirm-Geleitschutz in die Kabinen gebracht werden. Zur langen Vorgeschichte zwischen Einwaller und Sturm wird hier näher eingegangen.
Erzürnt war man auch in Mattersburg. Der Kopfball von
Ilčo Naumoski wurde von
Wolfgang Klapf mit der Hand entschärft – Elfmeter gab es aber trotzdem keinen. Mehr als die Hälfte unserer Nutzer beurteilte diese Szene als Fehlentscheidung. Der Mazedonier hat somit einen weiteren Schritt in seinem Image-Wandel vom Täter zum Opfer vollzogen.
Seine Vergangenheit (?) als
Bad Boy hängt ihm immer noch nach. Mit einer ordentlichen Portion Häme könnte man das alte Sprichwort "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht - und wenn er auch die Wahrheit spricht" anwenden.
Ob der nicht gegebene Ausschluss von
Roland Linz nach seiner Tätlichkeit gegen
Andreas Ulmer etwas am Resultat geändert hätte, kann man nicht sagen. Wirklich empfohlen hat sich der Schweizer Referee
Alain Bieri mit diesem Schnitzer (laut 86% der Community) aber auch nicht.
Quelle: wahretabelle.at